“Under the principle of the human right to health, everyone has the right to breathe healthy indoor air.” (WHO, 2000)

Übersicht über die Motive zum kollektiven Versagen in der Pandemiebekämpfung, kein Anspruch auf Vollständigkeit

Die Gretchenfrage, die wir uns in den letzten Jahren immer wieder stellen: Wie konnte es soweit kommen, dass wir wiederholte Infektionen mit einem gefäßschädigenden Virus wie SARS-CoV2 als Public-Health-Maßnahme empfehlen?

Ich weiß, hier lesen Einwohner verschiedener Länder mit: Jedes Land auf der Welt hat seine eigene Pandemiegeschichte. Es gibt Gemeinsamkeiten bei den Fehlern, aber doch auch Unterschiede im Umgang und Konsequenzen ziehen damit. Es gibt überregionale Faktoren, die überall gleich sind, etwa wie Desinformation mit False Balance betrieben wird, oder kurzsichtige wirtschaftliche Interessen, aber auch lokale Spezifika wie Hochburgen von Rechten und Impfgegnern oder Hang zur religiösen Esoterik.

Mangelndes Verständnis der Regierung bzw. aller Parteien:

  • Menschenrechte: v.a. wegen Durchseuchung schulpflichtiger Kinder und fehlender Schutz im Gesundheitswesen
  • Wirtschaft: Krankenstände und dauerhafter Arbeitskraftverlust
  • Staatssicherheit: Grundversorgung (Supermärkte, Post, Nahverkehr, Gesundheitswesen) bereits merkbar betroffen bei Infektionswellen

Zur Damnatio Memoriae (Pandemierevisionismus)

altrömische Methode, etwas “Unliebsames” aus der Geschichte zu löschen.

“The Party told you to reject the evidence of your eyes and ears. It was their final, most essential command.” (George Orwell, 1984)

Viele Erkentnisse aus der Spanischen Grippe 1920-22 gingen verloren. Auch heute wieder. Jetzt wird so getan, als ob die Maßnahmen 2020 und 2021 unnötig gewesen wären. Vergessen hat man die Leichenberge auf den Gängen, die überfüllten Intensivstationen, die verzweifelten Eltern, die keinen Notarzt für ihr Kind fanden. In Österreich wird LongCOVID nicht erwähnt, Arbeitskräftemängel habe mit Pensionierungswelle zu tun, aber sicher nicht mit Covid wie in den USA oder UK. Selbst Bayern hat 350 000 LongCOVID-Fälle seit Beginn OMICRON gemeldet. Prävention wird auf Impfung reduziert, in Deutschland werden Luftfilter ABGEDREHT, um Kinder nicht mehr an Covid zu erinnern. Davos und die Pressekonferenzen der Regierung zeigen aber, dass Prävention für sie sehr wohl ein Thema ist. Verleugnung auch bei den Toten, pro Woche stirbt ein Reisebus in Österreich, vermeidbar mit Luftfiltern und wenn man krank zuhause bleiben würde. Verleugnung bei den Kindern, Lockdown an allem Schuld. RSV-Welle so hoch, weil 2022 geborene Kinder Nachholbedarf für den Lockdown 2020 hätten. Dabei gab es bereits 2021 eine heftige RSV-Welle. Von den Medien nicht hinterfragt. Die WHO hat bereits im Juli 2022 vor einer multiplen Herbstwelle gewarnt, im Herbst waren alle überrascht samt Pharmakonzerne, die sich an den Vorjahren für Medikamentenbedarf orientierten. (Danke an Twitter-User @werpu für die gute Zusammenfassung)

Auch bei der Pest ähnlicher Ablauf – einsame Rufer zu Beginn, dann Chaos, Maßnahmenverweigerung, Destabilisierung und Opportunismus, schließlich Verdrängung.

COVID: there’s a strong current of pandemic revisionism in the mainstream media, and it’s dangerous (16.02.24)

Wirtschaftliche Interessen

Beweis für Zweiklassengesellschaft:

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos (16-20.01.23) galten strengen Covid19-Maßnahmen, u.a.

  • verpflichtende PCR-Tests vor dem Eintritt, bei später positivem Test wird das Eintrittsarmband deaktiviert
  • zusätzlich verfügbare Schnelltests
  • FFP2-Masken werden zur Verfügung gestellt
  • alle Taxifahrer tragen immer Masken
  • Innenräume werden mehrmals am Tag gereinigt, desinfiziert und ventiliert
  • Moderne Lüftungsgeräte sind dort installiert, wo die Frischluftzufuhr begrenzt ist (HEPA-Luftfilter)
  • UVGI/Far-UVC-Luftdesinfektionsgeräte

Bis heute herrscht in Regierungsgebäuden beste Raumluft mit zusätzlichen Luftfiltern, infizierte Regierungsmitglieder können von zuhause arbeiten, kommen leichter an Medikamente.

  • offene Schulen, damit Eltern arbeiten können
  • Maskenpflicht schränkt Konsum ein
  • Abstände vergrößern erhöht Zahl der Kunden pro Verkaufsfläche
  • Tröpfcheninfektion statt Aerosol-Übertragung schiebt Verantwortung auf Bürger statt Pflichten der Arbeitgeber/Behörden für strukturelle Schutzmaßnahmen zu sorgen

Great Barrington Declaration

ursprünglich geschrieben und unterzeichnet von Martin Kulldorff, Biostatistiker, Sunetra Gupta, Professor für theoretische Epidemiologie und Jay Bhattacharya, ein Gesundheitsökonom – keiner von ihnen hatte Erfahrung mit Patienten

Kennzeichen für Anhänger sind PLURV-Aussagen wie:

  • “Flatten the curve” ist die einzige Alternative: Intensivstationen nicht überlasten
  • “Wir müssen mit dem Virus leben” (vor der Impfung)
  • “Alte/Vorerkrankte” (alias Risikogruppen) schützen
  • “Eigenverantwortung”
  • Herdenimmunität durch natürliche Infektion
  • Immunität durch Infektion ist höher als durch die Impfung
  • Grenzen schließen ist sinnlos
  • Lockdowns verschieben Tote in die Zukunft/”totalitäre Maßnahmen”
  • “Wirksamkeit von Masken und Schulschließungen ist nicht belegt”
  • Strohmannargumente: “einschließen”, “wegsperren”, “komplett isolieren”, “Leben verbieten”, “1 Jahr lang Lockdown”

wirtschaftliche Gier und kurzsichtiges Denken (2-3 Wochen)

Im Zusammenhang mit einem Legionellen-Ausbruch in einem Tiroler Dorf im Jahr 2001 gab es ein Lancet-Paper von 2004, verfasst von Daniela Schmid, Günther Wewalka und Franz Allerberger, mit der Forderung nach einer nationalen Ausbruchskontrolle in Österreich. Darin wurde unter anderem festgehalten, dass zwar die lokalen Gesundheitsbehörden von jedem Fall unterrichtet wurden, nicht aber die allgemeine Bevölkerung, der Hausarzt oder das örtliche Krankenhaus. Stattdessen gab es von der Gemeindeverwaltung ein Flugblatt an jeden Haushalt, dass die Wasserversorgung gechlort wurde, um umfangreiche Reparaturarbeiten zu beenden. Die Autoren hielten fest, dass auf lokaler Ebene mit einem Dorf, das stark vom Tourismus abhängig ist, Interessenskonflikte eine “unüberwindbare Hürde für die Einführung geeigneter Ausbruchskontrollen” darstellen könnten (vgl. Ischgl 2020).

Wahlen

  • Wienwahl am 11.10.20 (kein Lockdown)
  • Ktn Gemeinderat/Bürgermeister 28.02.2021
  • OÖ Landtag 26.09.21 (MFG….)
  • Tirol Gemeinderat/Bürgermeister 27.02.2022
  • Landtag Tirol 25.09.22 (grün/övp still wegen MFG/FPÖ)
  • Burgenland Gemeinde/Bürgermeister 2.10. 2022
  • Bundespräsidentenwahl 9.10.22
  • Landtag NÖ 29.01.23 (FPÖ)
  • Landtag Ktn 05.03.23
  • Landtag Sbg 23.04.23 (FPÖ)
  • Nationalratswahlen Herbst 2024

Rechtsesoterik

In diesen Themenkreis fällt …

  • Health Supremacism: Gesunde Mehrheit der Bevölkerung soll möglichst wenig eingeschränkt werden, Minderheit der Schwachen soll sich selbst schützen durch “focused protection” (Überlegenheitsdenken einer dominierenden “Rasse”)
  • Immunschuld/Hygiene Hypothese (dass regelmäßige Infektionen notwendig sein würden, um das Immunsystem v.a. bei Kindern zu trainieren), selbst die Financial Times spricht von einem fehlgeleiteten Konzept – geht auf Anthroposophie von Rudolf Steiner zurück (entsprechende Magazine liegen in Gasthäusern aus, die von FPÖ-Funktionären/Identitären häufig frequentiert werden)
  • Herdenimmunität über Durchseuchung: Survival of the fittest (Sozialdarwinismus)
  • Fremdenfeindliche Ressentiments: “Krankheiten werden von außen eingeschleppt”, “Migranten überproportional betroffen”

Literatur:

  • Christoph Zielinski und Herbert Lacker: Die Medizin und ihre Feinde. Wie Scharlatane und Verschwörungstheoretiker seit Jahrhunderten Wissenschaft bekämpfen (2022), ISBN 978-3-8000-7796-0
  • Pia Lamberty und Katharina Nocun: Gefährlicher Glaube. Die Radikale Gedankenwelt der Esoterik (2022), ISBN 978-3-8699-5111-9

Kakistrocracy

Regierung durch die am wenigsten qualifizierten oder schlimmstmöglichen Personen

Die türkise Regierung hat mit blau und dann grün die inkompetentesten Politiker an die Spitze der Ministerien, aber auch in die Führungsebenen darunter gesetzt. Kurz wollte so dafür sorgen, dass ihn niemand überholen konnte. In einer Pandemie fatal. Es trifft aber im speziellen auch auf die Länder und deren Gesundheitsrätinnen zu, (fast) alle haben haarsträubende Aussagen und Entscheidungen getroffen (siehe Zitatsammlungen).

COVID hat keine PR-Agentur

Die Mehrheit der Artikel in den Massenmedien beginnt mit einer Presseaussendung, die an eine große Liste von Journalisten gelant, PR-Agenten rufen die Journalisten an, die für die jeweiligen Bereiche zuständig sind, dann gibt es Interviews mit den Schlüsselspielern. Exklusive Stories bedeutet, die PR-Agenten gaben sie nur einem Journalisten/einer Zeitung. Je größer die PR-Agentur, desto teurer ist sie, also stellen die reichsten Klienten die teuersten Agenturen an, mit der besten Vernetzung in den Medien (und Politk). Covid hat keine PR-Agentur, die meisten Studien kommen aus Nischen-Forschungslaboratorien, die sehr begrenzte PR-Team/Agentur-Unterstützung aufweisen. Selbst bei einer großen Universität sind die Medienteams oft dünn aufgestellt. Allenfalls bei großen und renommierten Fachjournals wie Lancet oder Nature sieht man Berichte in den Medien.

Dass die letzten Jahre so zahlreich über Covid berichtet wurde, lag daran, dass nicht verleugnet wurde, dass wir uns in einer globalen Gesundheitskrise befanden. Die Regierungen führten an und die Medien reagierten darauf. Alle Medien setzten ihre Journalisten auf Covid an. Seit letztem Jahr lautete das (politische) Kommando: Zurück zur Normalität, koordiniert mit den Chefredakteuren. Wenn etwas vorbei sein soll, kann es nicht Nachrichtenwert haben.

Aversion gegen die Realität

(übersetzter Original-Thread von @DeMercy_, 18.05.23)

Die unausgesprochene Abneigung, die Spannung, das Unbehagen, wenn man Covid noch thematisiert. Wenn man etwas tut oder sagt, dass unangemessen erscheint, wie Maske tragen, Masken erwähnen, Covid erwähnen, dann löst es diese Art von Reaktion aus. “Unerträgliches Schweigen” erntet man auch, wenn man einen Streit mit jemanden hat, der Missbrauch betreibt, und der weiß, dass er Unrecht hat, aber es nicht zugeben kann.

Wenn die Wahrnehmung der Realität von jemandem herausgefordert wird, müssen sie zumindest über ihre gesamte Realität *nachdenken* und wie diese Herausforderung sie beeinlusst. Das erfordert eine Menge kognitive Verarbeitung. Wenn es ihre Realität in Frage stelllt, dann ist es noch intensiver. Die meisten Menschen sind darauf nicht vorbereitet.

2020 war das Bewusstseins liberaler Rhetorik: “Wir werden sterben, wenn wir uns nicht gegenseitig schützen” und “Lockdowns heißt Opfer bringen”. Als die Propaganda begann und Liberale ermutigte, nicht mehr daheim zu bleiben und aufzuhören, Maske zu tragen, mit einer Menge Desinformation über Impfstoffe, als magische Prävention und OMICRON sei mild, passte alles zusammen mit “nicht ständig Essen gehen und zu feiern heißt, enorme Opfer zu bringen”.

Wir dachten, Covid würde uns alle mit einer Infektion umbringen. Keiner warnte uns vor LongCOVID. Als man es tat, wurde uns gesagt, es sei selten oder mild oder, dass es uns aus anderen Gründen nicht betreffen würde. Uns wurde gesagt, dass Impfstoffe alles verhindern würde. Uns wurde gesagt, Maske tragen und zuhause bleiben wären die größten Opfer und so schrecklich. Uns wurden Millionen Lügen über Covid erzählt.

Jetzt zu sagen oder anzudeuten, dass Covid JETZT eine direkte Bedrohung ihrer Gesundheit/Leben sei, die sie und andere gefährdet, ist eine direkte Herausforderung ihrer gesamten Realität (alias Normalität). Es fordert tausende Artikel in den Medien, politische Ansagen heraus. Du kannst beweisen, dass Covid über die Luft übertragen wird, aber das wird ihre Meinung zu Covid heute nicht ändern. Man kann sie nicht mehr überzeugen, weil das ihre Realität radikal ändern würde. Covid wurde zum Tabu.

Propaganda überzeugte die Menschen nicht nur davon, dass Covid keine Bedrohung mehr sein würde, sondern dass sich und anere davor schützen eine Bedrohung wäre, dass es schrecklich sei.

“Wenn Covid weiterhin eine Bedrohung ist, warum sterben wir dann nicht alle?” Covid sollte nie alle mit der ersten Infektion töten.

“Warum sind die Krankenhäuser nicht überlastet?” Sie sind sehr deutlich überlastet, aber wir sehen das nicht.

“Warum kenne ich niemanden mit LongCOVID?” Wie viele Menschen kennt man gut genug, dass man weiß, ob sie gesundheitliche Probleme haben?

Konformationsdenken

Der menschliche Überlebensinstinkt, sich in den Stamm einzufügen, wurde sehr erfolgreich als Waffe benutzt, um die Menschen dazu zu bringen, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln.

Wir leben eine Kultur, in der Schmerzen und Leid aushalten verherrlicht wird und keine Gefühle gezeigt oder sich beklagt wird. Jene, die über ihre Schmerzen reden, werden als schwach und bedürftig angesehen. Gleichzeitig erwarten wir von allen, dass sie nach einer Covid-Infektion jedes anhaltende Symptom melden, um die Häufigkeit in den Studien zu bestätigen. Dieses Denken ist paradox und ein Beispiel für kognitive Dissonanz:

Wenn man regelmäßig 30 Leute trifft, alle infiziert werden und drei von ihnen LongCOVID entwickeln, wird man von 27 Leuten hören, denen es wieder völlig gut geht. Das wird sich wie 100% anfühlen, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein wird, dass man von den anderen drei nichts mehr hört.

  • Major Consensus Narrative (Mehrheit der öffentlichen Meinung, nicht zwingend an Fakten orientiert)
  • Schweigespirale von Noelle-Neumann: Bei kontroversen Themen neigen Menschen dazu, ihre eigene Meinung zu verschweigen, wenn sie denken, dass sie sich mit ihrer Meinung dem Isolationsdruck anderer aussetzen würden. Wer öffentliche Unterstützung spürt, neigt hingegen dazu, seine Meinung laut und deutlich zu äußern. Eine Minderheit kann so als Mehrheit erscheinen.
  • 75% der Menschen würden lieber wissentlich falsch liegen und sich einfügen als im Recht zu sein und herauszustehen. Ein berühmtes Psychologieexperiment hat das bewiesen (Atomic Habits), daher befürworten wesentlich mehr das Maske tragen als sie es tatsächlich tun (darum braucht es Pflichten)
  • „spontaneous trait transference“: Kommunikatoren werden wahrgenommen als jene, die die Eigenschaften/Verhaltensweisen aufweisen, die sie bei anderen beschreiben“ („blame the messenger“)

Response-Shift-Phänomen

ein Thread von Felicitas Bergmann

Semmelweis Reflex

Man lehnt neue Evidenz erst ab, weil sie etablierten Normen widerspricht.

Jede Wahrheit durchläuft drei Stufen:

  1. wird sie belächelt.
  2. wird sie heftig bekämpft.
  3. wird es als selbstverständlich hingenommen

Stand Ende 2023 sind wir bei 2.

Verleugnung als unreifer Abwehrmechanismus

Oder fragen wir die künstliche Intelligenz:

  • kognitive Dissonanz: Unbehagen, wenn neue Informationen einen Konflikt mit vorhandenen Denkweisen darstellen. Das kann zur Verleugnung oder Ablehnung wissenschaftlicher Fakten führen, die als Bedrohung wahrgenommen werden
  • Bestätigungsbias: Information, die eigene Wahrnehmung bestätigt, wird bevorzugt
  • Informationsüberlastung: Leute werden mit Informationen bombardiert, das kann zur Verwirrung führen, und Herausforderung, zuverlässige Information zu erkennen
  • Emotionale Reaktionen: Furcht, Angst und Trauer können rationales Denken übermannen, zu impulsiven Entscheidungen oder Widerstand führen, die Verhaltensänderung auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen blockieren
  • Misstrauen in Behörden: Misstrauen gegenüber wissenschaftlichen oder politischen Institutionen kann Zweifel über Botschaften öffentlicher Gesundheit und wissenschaftlicher Daten hervorrufen

Um diese Barrieren zu überwinden, sollten folgende Strategien angewandt werden:

  • Klare, verständliche und konsistente Kommunikation
  • Prominente Vertrauenspersonen engagieren, denen die Bevölkerung mehr vertraut als Behörden (z.B. aus Kunst, Kultur, Sport, Fernsehen)
  • Zielgruppen orientierte Botschaften
  • Desinformation offen ansprechen und durch Faktenchecks widerlegen
  • Analogien und Geschichten sind eingängiger als abstrakte Konzepte
  • Betonung der Auswirkungen auf Individuen, hat mehr Einfluss als Statistik, speziell, wenn Prozentzahlen klein erscheinen
  • Empathie und Verständnis: Botschaften, die Ängste und Sorgen anerkennen, sind effektiver als einfach nur Fakten zu präsentieren
  • Öffentlichkeit in Lösungen einbinden: Wer Teil der Lösung ist, akzeptiert wissenschaftliche Realitäten eher

bisher erschienene Analysen zur Pandemieentwicklung

Schwedischer Weg:

“Die schwedische Gesundheitsbehörde entschied sich dafür, einen großen Teil der Bevölkerung zu infizieren, um eine Herdenimmunität zu erreichen, indem sie auf die grundlegenden wissenschaftlichen Ratschläge der körperlichen Distanzierung und Tragens von Masken verzichtete. Diese Politik war so wenig erfolgreich beim Schutz der Gesundheit der Menschen, dass sie über den Ermessensspielraum hinausging, den das Recht auf Gesundheit zulässt. Ende 2020 war die Sterblichkeitsrate in Schweden zehnmal so hoch wie in den Nachbarländern, viermal so hoch wie in Dänemark und höher als in den meisten europäischen Ländern. Politik in einer Pandemie befindet sich im Spannungsfeld zwischen Recht auf Gesundheit und Recht auf freie Meinung und Versammlungsfreiheit. Die Frage ist, was wiegt gerade mehr. Die Wissenschaft hat versucht Antworten zu geben, Schweden hat nicht zugehört.”